Apr 10
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Eine im B2B-Marketing sehr wenig diskutierte Form der aktiven Kundenkommunikation bietet die Etablierung einer eigenen Kunden-Community. Große Unternehmen wie z.B. Frosta sind hier sehr erfolgreich, andere haben Ihre eigene Community wieder geschlossen.
In hohem Maße ungenutztes Kundenbindungspotenzial bieten Communities gerade für mittelständische und/oder regional begrenzt arbeitende Unternehmen. Das lässt sich auf Hochschulen, Radiosender, Autohäuser genau so wie auf den Einzelhandel mit Filialnetz beziehen.
Was genau sind die Vorteile einer eigenen Kunden-Community? Welche Sondereffekte können hier genutzt werden, die z.B. Facebook nur teilweise liefern kann?
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.1. Regionaler Bezug
Die eigene Identität und Glaubwürdigkeit ist nicht erst seit Web 2.0 ein „must have“. Dies kann durch Sprache und Optik deutlich gestärkt werden.
2. Eigene Adressdatensubstanz
Innerhalb des Marketingmix werden die bestehenden Kunden und Interessenten im Laufe eines Jahres mehrfach kontaktiert. Dies geschieht über unterschiedliche Medien wie E-Mail und Post-Mailing. Da dies jedoch eine direkte persönliche Ansprache darstellt, werden der richtige Namen und die aktuelle Adresse benötigt. In einer eigenen Community stehen die Informationen direkt zur Verfügung und können, bei geschicktem Einsatz des Opt-in, auch vielfältig genutzt werden.
3. Automatische Datenaktualisierung
In einer aktiven, dem Mitglied Vorteile bietenden Community, werden die eigenen Daten gepflegt. Und zwar durch den User persönlich. (Bestes Beispiel in der Praxis ist Xing. Da die Mitglieder gefunden werden wollen und aktiv mitteilend kommunizieren, werden die Daten persönlich aktuell gehalten.)
Die Aktualisierung von Adressdaten durch einen Dienstleister kann mit ca. 0,50 – 1,00 € pro Datensatz kalkuliert werden. Die Versandretouren sind noch kostspieliger.
4. Kosteneinsparung bei Einladungen
Wieder ein praktisches Beispiel: Der 2x im Jahr stattfindende Reifenwechsel in Autohäusern. Damit verbunden sind Kreation des Post-Mailings, Druck- und Portokosten, Entgegennahme und Koordination der Termine etc. Das hier bei Einladung von 10.000 Kunden ein fünfstelliger Betrag selbst ohne durchgeführte Gesamtkostenrechnung zu Buche steht, liegt auf der Hand. Die Vorteile einer Abwicklung via Community mit Einladungsversand, Bestätigung und eigenständiger Terminierung liegen auf der Hand.
5. Informationen aus erster Hand
Aktueller kann ein Kunde nicht informiert werden. Printmedien sollen/können heute nur Loyalität aufbauen, zur Information taugen diese in Zeiten von Web 2.0 nicht mehr. Breaking News vor allen Anderen, exclusive Vorteile durch Schnelligkeit sowie attraktive Partnerprogramme tragen auch zur Markenbildung bei.
6. Individuell zugeschnittene Informationen
Einer der ganz großen Vorteile, die Social Media dem Marketing bringt, ist die detaillierte, aus dem Userverhalten und den eingegeben Informationen aggregierte Kundenansprache. Die Abkehr von der Gießkanne zur gezielten Ansprache bringt die Abkehr von der belästigenden Werbung hin zur aktiv wahrgenommen Information. Genau dann wird das Unternehmen vom Verkäufer zum Partner. Von Kostenreduktionen in Größenordnung ganz zu schweigen.
Die Nachteile:
Den aufgelisteten Vorteilen und Kostenreduktionspotenzialen stehen natürlich die Erstellungs- und Implementierungskosten entgegen. Hierbei muss, je nach Größe und Funktionalitäten in der Anwendung, von Erstkosten in Höhe von einigen Tausend Euro ausgegangen werden. Aufgrund schon vorhandener diverser Lösungen als SaaS (Software as a Service bzw. Cloud-Computing) und der erläuterten Einsparungen ist die Höhe der notwendigen Investition jedoch kein Ablehnungsgrund.
Fazit:
In bestimmten Branchen und unter oben beschriebenen Gegebenheiten kann die Einrichtung einer eigenen Unternehmens-Community sehr sinnvoll sein. Die Markenbildung und Loyalität der Kunden wird definitiv gefördert. Wie in allen Communities lebt auch die eigene vom Inhalt, der Aktualität und dem „Mitmachen“ der Mitglieder. Um virale Effekte zu nutzen, muss die Community offen konzipiert sein und die Möglichkeit bieten, Inhalte weiterzugeben.
Die unternehmenseigene Community kann ein wichtiger Baustein im Marketingmix sein, Leadgewinnung und Loyalität werden unterstützt. Sie ersetzt jedoch nicht die aktive Teilnahme bei Facebook, Twitter und Co.
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Anbieter von Communitylösungen (Auszug):
www.xelos.net (empfehlenswert)
www.tribax.de (gutes Baukastensystem)
www.vilago21.com
www.worldweb.de
www.mypeopls.de
www.mixxt.de





[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Henrik Hanske, Henrik Hanske erwähnt. Henrik Hanske sagte: Sechs Fakten zur Etablierung einer eigenen Community http://shar.es/mu8YI [...]
[...] sind einige althergebrachte Methoden der Kundenansprache nicht wegzudenken. Wie schon im Beitrag „Sechs Fakten zur Etablierung einer eigenen Community“ beschrieben, kann eine Vielzahl der Kundenansprachen via Social Media erfolgen. Nun kann es jedoch [...]