Pro & Contra Paid Content

Pro & Contra Paid Content

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Seit geraumer Zeit beschäftigt nicht nur die Zeitschriftenverlage das Thema „Paid Content“. Da die Presse-Verlage (abgesehen von wenigen Ausnahmen) unter schwindenden Auflagen leiden, und sich dies direkt in sinkenden Werbeeinnahmen widerspiegelt, wird „Paid Content“ als Rettungsanker in tobender See verstanden. Rein formal als kaufmännisch zu rechnender Fakt nachvollziehbar. Aber wird da die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht?
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Zeitungsverlage sind es von je her gewohnt, Inhalte in gedruckter Form zu veröffentlichen und damit gegen Gebühr das Informationsbedürfnis der Leser zu befriedigen. Die Veröffentlichung der Inhalte an eine breite Öffentlichkeit machte für diesen Kanal Werbung (in integrierter oder beigefügter Form) interessant. Einnahmequellen waren und sind also der Verkauf des Printmediums und die Erlöse der darin platzierten Werbung. Schöne alte heile Welt!
Vorteil: Überall zu konsumieren! Nachteil: Die Nachrichten sind Minimum einen Tag, bei Zeitschriften teilweise mehrere Wochen alt!
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Das wird grundsätzlich viele Verbraucher von Tageszeitungen und Zeitschriften nicht stören. Bei ständig steigenden Lebenshaltungskosten ist die Loyalität gegenüber solchen Inhalten aber auch nicht sonderlich hoch, alternativ informieren Radio und TV kostenlos.
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Und schon sind wir bei dem von Verlagen so verhassten Wort „kostenlos“. Inhalte wie Nachrichten, Berichte, Informationen zu allen aktuellen und interessierenden Themen erhalten wir weitgehend kostenlos. Der Wandel in Zeiten von Web 2.0 und ff. bewegte sich  vor allem in 2009 weg vom Suchen und Finden hin zum Gefunden werden. Informationen erreichen/suchen uns. Der Rest wird „gegoogelt“. (Sollte dies noch jemand bezweifeln, so möchte er bitte Facebook und Twitter als Suchmaschinen benutzen und bewusst Spuren hinterlassen. Es wird ein wunderbares Erlebnis.)
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Und genau in dieser Situation ringen Zeitungsverlage verzweifelt um den Leser/Abonnenten. Wo finden sie ihn? Im Internet. Was tut er dort? Er wird kostenlos informiert.
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Der Weg ist also klar: Ab ins Internet mit aktiven Inhalten, ran an die Kommunikation mit dem begehrten Leser.
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Spätestens jetzt ist Kreativität gefragt. Portale mit individuell anpassbaren Inhalten, Lieferung von Informationen in Real-Time, Interaktion in Communities und Hintergründe in Blogform. Dann klappts auch mit dem Leser.
Aber reicht das aus? Ist das nicht genau das, was ich heute sowieso erwarte und oft schon geboten bekomme? Haben die Verlage, die jetzt damit anfangen, nicht schon Mühe, auf den Trend aufzuspringen?
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Laut einer Studie der GFK für das „Wall Street Journal“ sind drei Viertel der User nicht bereit, für Inhalte zu bezahlen. Das bedeutet den nächsten Zwang zur Kreativität. Entweder werden alternative und machbare Bezahlvarianten gefunden, oder man produziert „Unique Content“. Bei beidem sind der Durchschnitt der Zeitungsverlage nicht gerade weit vorn.
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Ich freue mich, auch wenn dies vielleicht nicht so klingt, über Tageszeitungen wie die „Süddeutsche“, die es schafft, profitabel zu sein und Zuwächse zu verzeichnen. Und genauso bin ich gern Nutzer von z.B. Spiegel Online, ein für mich wichtiges Informationsmedium. Die Zukunft des Publishings wird jedoch unzweifelhaft im Web liegen. Hardware wie iPad & Co. und die überall vorhandene Verfügbarkeit des Internet beschleunigen diesen Trend. Als Privatperson kann ich versuchen, mich dem zu entziehen. Aber auch dann hole ich mir den Wetterbericht, Abflugzeiten oder Breaking News (siehe Vulkan Eyjafjöll) aus dem Internet. Als Anbieter muss ich mich dem stellen. Und auch der Situation einer zu bezweifelnden Bereitschaft der Internetgemeinde, für Informationen zu zahlen.

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3 Responses to "Pro & Contra Paid Content"

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